KRAFTORTE
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Kultstätten und Kraftorte in GRIECHENLAND

 

KRETA


DAS ORAKEL VON DELPHI: 
Seine herausragende Stellung unter den Kultstätten Griechenlands verdankt Delphi nicht zuletzt seiner geographischen Lage: am Fuße des Parnaß und mit Blick über das Tal des Flusses Plistus. Auch als “Nabel der Welt” bekannt, blühte Delphi von etwa 700 v. Chr. bis 200 n. Chr.
Der unter dem guterhaltenen Theater 570 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Apollo-Tempel war die Stätte des Delphischen Orakels. Hier ließ sich eine Pythia genannte Priesterin in Trance fallen, um mit dem Gott in Verbindung zu treten. Die Pythia kaute zu diesem zweck Lorbeerblätter und saß auf einem Dreifuß über einem Erdspalt innerhalb der Tempelanlage, von dem berauschende Dämpfe ausströmten. Ihre relativ unzusammenhängend herausgestotterten Äußerungen deuteten männliche Priester dann in verständliche Antworten um, die sich - oftmals in Versform - in Zusammenhang mit den Ratsuchenden bringen ließen. Meist handelte es sich um allgemein formulierte moralische Weisheiten wie “Erkenne dich selbst” oder “Alles mit Maß”.
Auf dem Ausgrabungsgelände befinden sich weiters das Heiligtum der Athene, das Gymnasion und das Stadion, in dem die pythischen Spiele abgehalten wurden.
Weiters befindet sich hier eine noch sprudelnden Kastalischen Quelle welcher heilende Kräfte zugesprochen werden.  
Der Omphalos-Stein im Tempel des Apollon symbolisierte den „Nabel der Welt"  - er ist neben vielen anderen Fundstücken von der Orakelstätte im Delphi-Museum zu bewundern.



MYKENE: 
Die angeblich älteste Stadt der hellenistischen Kultur liegt auf einer Hügelkuppe, 10 Kilometer von Argos entfernt. Bekannt sind das Schatzhaus des Atreus (um 1400 v. Chr.) und das berühmte Löwentor (um 1260 v. Chr.), das durch die zyklopische Mauer der Burg zum Rund der Königsgräber führt. Das Schatzhaus umfaßt mehrere wabenähnliche Grabkammern und ist in den Hügel hineingebaut. Man erreicht es nur über einen schmalen, gemauerten Durchgang. Hier wurden die goldenen Totenmasken gefunden.


EPIDAURUS / Peloponnes :
Circa 1,5 Stunden von Athen entfernt befindet sich das bekannte Amphitheater und das Asklepios-Heiligtum.
Das Amphitheater in Epidaurus gehört zu den besterhaltensten Theatern in Griechenland. Bekannt für seine Akustik, war und ist es hier auch ohne moderne Tontechnik möglich, alle Besucher akkustisch zu erreichen. 
Nördlich des Theaters befindet sich das Heiligtum des Asklepios, des Gottes der Heilkunst. Rituelle Heilzeremonien fanden hier bis in das 6. Jhdt. v. Chr. statt und später wandelte es sich zu einem “neuzeitlichen”  Spital.
Auf dem Ausgrabungsgelände kann man noch den Tempel des Asklepios, das Gästehaus, die Schlafhallen, das Gymnasion und viele andere kleine Bauten und auch „originale“ Krankenbetten sehen.


OLYMP / Makedonien:
Der Olymp ist das höchste Gebirge Griechenlands. Es ist der Sitz der Götter mit dem Göttervater Zeus.
1928 wurde hier erstmals archäologisch gegraben und der Berg zeigte sich als eine der reichsten und vielfältigsten Fundstätten Griechenlands.
Zeugnisse aus fast allen Epochen - sogar Gräber aus der Eisenzeit mit unzähligem Grabschmuck wurde hier gefunden. Funde waren hier:
der Tempel der Demeter, Göttin des Ackerbaus,
des Asklepios, Gott der Heilkunde,
des Dionysos, Gott des Festes und des Theaters
und sogar ein Tempel der Isis wurde gefunden.
Der Tempel der Isis ist in Griechenland ein einzigartiger Fund, war Isis doch eine ägyptische Göttin.  An der Stelle, wo sich ihr Tempel befindet, wurde vorher die Göttin Artemis, Göttin der Jagd, verehrt.
Die Reihe der Funde wird fortgesetzt durch öffentliche Bäder aus der römischen Zeit. Diese sind so gut erhalten, dass heute noch das alte Heizungssystem zu erkennen und nachvollziehbar ist.
Den Abschluss der Epochen bildet eine frühchristliche Basilika, unter deren Boden sich der Mosaikfußboden einer noch älteren Kirche befindet. Im Hintergrund bildet das Bergmassiv des Olymp eine beeindruckende Kulisse für die alte Stadt, die zur damaligen Zeit einen Hafen besaß. Sie hatte also auch einen Zugang zum Meer. Zudem stellte sie die Königsstadt, Handelszentrum und Verehrungsstätte dar.


BERG ATHOS / Chalkidiki:
Der Berg Athos, dieser sogenannte Heilige Berg der Orthodoxie ist der nördlichste der drei Ausläufer von Chalkidiki.
Noch heute leben die Mönche dort unter sehr strengen Regeln und harten Lebensbedingungen.
Von den 40 Klöstern sind heute noch 20 bewohnt. Darunter gibt es jeweils ein russisches, bulgarisches und ein serbokroatisches Kloster. Diese gehören alle dem orthodoxen Glauben an. Die Klöster enthalten sehr schöne, alte und wertvolle Fresken, Ikonen und handgeschriebene Bücher.
Um den Berg Athos zu besuchen wird eine Besuchererlaubnis vom nordgriechischen Ministerium in Thessaloniki, und ein Sonderschreiben der Fremdenpolizei von Thessaloniki benötigt. Es dürfen pro Tag nur zehn Personen einreisen. Für Frauen ist das Betreten der Mönchsrepublik leider strengstens verboten.


METEORA / Thessalien
Die Meteoren sind eine Gruppe hoher, steiler Felsblöcke, deren Spitzen von Klöstern, Einsiedeleien und Zellen gekrönt sind. Deren Grotten dienen seit dem 11. Jahrhundert den orthodoxen Mönchen als Einsiedlerklausen.
Die Meteoren befinden sich 300m über dem Tal, in der Nähe von Kalambaka am Fluss Pinios. Dieser entspringt weiter nördlich im Pindos-Gebirge und mündet hier in die Pindos-Schluchten.
Ursprünglich wohnten die Mönche in Grotten oder in kleinen Zellen. Sie versammelten sich einmal wöchentlich zum Gottesdienst im Kyriakon (Haus des Herrn; gemeinsame Kirche) in Doubiani.
Als die Mönche zahlreicher wurden, gründeten sie die Einsiedelei von Stagoi.
Schon im 12. Jahrhundert begann eine systematische Organisation der Einsiedelei, die dem Bistum von Staoi unterstellt war. Im 14. Jahrhundert haben serbische Fürsten, die zu jener Zeit Thessalien regierten, die Einsiedelei von der Aufsicht des Bischofs von Stagoi befreit und ihre Leitung einem Primus im Kloster Doubiani übertragen.
Um Mitte des 14. Jahrhunderts gründete der Mönch Athanassios das erste Kloster auf dem Meteorafeisen. Platylithos (breiter Stein) wurde er benannt. Diese unheimlich wirkende Felsmasse überragt die ganze Landschaft. Darauf baute Athanassios sein Kloster. Den Felsen nannte er Meteoreon, d.h. der zwischen Himmel und Erde Schwebende. Seither heißen alle Felsen mit ihren Klöstern "Meteora".








Quellen:
Sagen, Mythen, Menschheitsrätsel von Jennifer Westwood
eigene
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