KRAFTORTE
Oberösterreich

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Sarleinsbach (Mühlviertel - Bezirk Rohrbach)

Kühstein und Bründlstein in Meisingerödt
Kühstein und Bründlstein (liegen auf dem „11-Stoanaweg“)


Kurz vor dem Weiler Meisingerödt zweigt in einer Linkskurve ein Feldweg nach rechts ab (Orientierungspunkt: weißer Briefkasten), den man ca. 100 m bis zum Waldrand (Wegkehre) folgt. Dort beginnt der beschilderte Wanderweg zum Bründl- und Kühstein:

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Der steil ansteigende Waldweg (Kiefernhain) führt nach wenigen Minuten bereits linkerhand am beschilderten Bründlstein (697 m) vorbei. In der Schale auf der 4 m hohen Granitsteingruppe befindet sich ganzjährig Wasser. Das Mysterium des nie versiegenden Schalenwassers ist bis heute nicht ergründet.



Es ist nach den örtlichen Überlieferungen von einem Kultplatz (Geburtsort) auszugehen. Hier soll die Geburt leicht und ohne Komplikationen erfolgt sein. Das Neugeborene wurde dann in der Felsenschale gewaschen und erhielt dadurch eine besonderen Segen und Schutz.






Nach weiteren 10 Minuten Anstieg erreicht man schließlich den mit etwas Vorsicht zu besteigenden Kühstein (765m).









Der Kühstein
wird an seiner Ostseite als Kletterfelsen genutzt, ist mit entsprechenden Versicherungen ausgestattet  und zu dem ein Hinweisschild auf die verschiedenen Routen steht. Die Aussicht von hier oben ist grandios und geht weit ins Mühlviertel hinein bis zum Hochficht und Dreissel.



Der Kühstein gilt den Überlieferungen nach als Kultort für Opferungen. Archäologische Funde (Tonscherben) am Fusse der Felswand bestätigen dies. Auch Wälle und Gräben im Umfeld deuten auf die besondere Bedeutung dieses Ortes hin.



Kritisch angemerkt werden muss die klettersportliche Erschließung des Kultfelsens. In den Granit eingebohrte und eingeschlagene Haken und Sicherungsstifte sind massive energetische Eingriffe in einen Kraft- und Kultort. Die Kletterer machen sich vermutlich keine Gedanken, wie solche Verletzungen am Fels bei ihnen Spuren hinterlassen können.