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Hessen

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Riesenstein von Guntershausen


Der Menhir befindet sich auf dem Wanderweg 2, der Baumpfad, von Guntershausen im Baunatal. Der backzahnförmige Block aus Quarzit ist der kleinste dieser Art in Hessen. Die Näpfchen an seiner Oberfläche deuten auf einen alten Steinkult Zauber: das ausgekratzte Steinpulver wurde mit nach Hause gebracht wo man es getrunken oder gegessen hat oder einem Pflaster beigefügt und auf die schmerzenden Stellen aufgelegt. In späteren Zeiten waren solche Vertiefungen für Kerzenwachs genutzt. Der Menhir wurde im 3. Jahrtausend v. Chr. von Menschen der frühbäuerlichen Kultur auf einem Hügelgrab aufgestellt. Es war ein Ort der Verehrung, Opferstätte oder Festplatz. Der Menhir wurde nicht künstlich behauen, sondern erhielt durch Verwitterungseinflüsse seine heutige Form. Der Stein wurde aufgrund seiner beiden oben befindlichen Schalen, einer künstlichen Opferrinne und der zahlreichen Näpfchen für rituelle Zwecke ausgewählt. Möglicherweise auch als Peilstein genutzt.Menschen früheren Zeiten haben dem Stein besondere Kräfte zugeordnet. Indem das Gebiet beim Baunadurchbruch  beim Eulenberg aus Sandstein besteht ist sein erscheinen merkwürdig weil Quarzit hier nicht vorkommt.

 Der 90cm Hohe und 90cm Breite Spaltstein wird von 4 junge Linden geschützt. Der Pendel zeigt 11.00o Bovis.

 1891 wollte man den Stein beim bauen eines Wehrs benutzen. Zum Glück war er zu schwer und blieb am Bauna Ufer liegen. 1937 wurde der Stein „wieder- entdeckt“ und an sein heutigen Standort aufgestellt.

Recht herzlichen Dank für Text und Bild an Robert Meisner,
zu finden hier: www.gesundheitszentrum-sonnenblume.de