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 ELFENSTEIN am Höglwörther See
 



SAGE
Der Elfenstein und die Seerosen im Höglwörther See”

In der Geistermühle am Höglwörther See lebte vor langer Zeit ein alter, 90-jähriger Müller, der in frühen Jahren sein Töchterlein Hildeburg, das beim Pflücken von Seerosen beim Elfenstein, einem im See liegenden kleinen Felsen, ertrank, verloren hatte, worüber er sein ganzes Leben über trauerte. Oftmals fuhr der alte Müller mit seinem Kahn zum Elfenstein, um in Erinnerung an die Ertrunkene Seerosen zu holen.

Als dann der Müller starb, wollte ihm die Enkelin Riswitha, der Sonnenschein des Hauses, die der Ertrunkenen sehr ähnlich war, nachts eine Seerose bringen, damit er sie seiner geliebten Hildeburg mitbringen könne, wenn er sie im Paradies fände. Roswitha fuhr nachts heimlich zum Elfenstein, aber am anderen Morgen fand man den Kahn leer auf dem Wasser treibend, und zog das ertrunkene Kind, das eine Seerose wie ein Heilgtum in ihrer Rechten eng umschlossen hielt, aus dem See. Ein altes Stück Papier, mit verblaßter Tinte beschrieben, hat davon erzählt, und am Rand des Blattes war mit grüner, weißer und gelber Farbe eine schwimmende Seerose gezeichnet und in ihrem Blütenkelch stand das Wort “Roswitha”. Gehst du aber in einer Sommernacht am See spazieren, so siehst du beim Elfenstein über dem Wasser zwei Lichter tanzen.










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Quelle: Dekan W. Lechner - nach W. Lossen, 1952
aus “Sagen, Märchen und Geschichten um Karlstein
im Landkreis Berchtesgadener Land”gesammelt von Dr. Alfred Dieck