KRAFTORTE
Bad Reichenhall

G├Ąstebuch

 

 

 

Herzstein in Bad Reichenhall
Der ÔÇ×Herzstein“ als Symbol f├╝r einen neuzeitlichen Kraftort und Kultplatz

Geomantisches zum Herzstein im Kirchholz:

Im Zentrum des Reichenhaller Triskels, im sogenannten Kirchholz, findet man den – Anfang 1900 im Rahmen des Kiesabbaus – freigelegten ÔÇ×Erratischen Block“, der inzwischen als Herzstein wieder bekannt und zu einem neuzeitlichen Kraft- und Kultort wurde.

Diese geomantische Struktur mit ihrem zentralen Herz(-stein) liegt zudem zu F├╝ssen des als ÔÇ×Herzchakra Europas“ oder ÔÇ×Herzchakra der Erde“ bekannten mystischen
Untersbergs.
In j├╝ngster Zeit wird der Stein von den BesucherInnen auch schon als “ Wunschstein” oder ÔÇ×Zauberstein“ benannt.

Den entstandenen Namen Herzstein bekam er, als nach Ausr├Ąumung der mit Bl├Ąttern und Steinen angef├╝llten Schale die herzf├Ârmige Schalenform erkennbar wurde.

Bis vor einigen Jahrzehnten war der Zugang zum Herzstein noch mit der Hinweistafel Erratischer Block beschildert, wohin auch Schulausfl├╝ge f├╝hrten.
Ein Findling, auch Erratischer Block genannt, ist ein heute meist einzeln liegender sehr gro├čer Stein, der durch Gletscher w├Ąhrend der Eiszeiten in seine heutige Lage verdriftet (transportiert und abgelegt) wurde. Die Grenze zwischen Findlingen und den kleineren Geschieben zieht man bei einem Volumen von einem Kubikmeter. In der Jungsteinzeit wurden Findlinge im Norden Mittel- und Westeuropas zum Bau von H├╝nengr├Ąbern verwendet. Die unverbaut liegengelassenen riesigen Steinbl├Âcke tragen (teils seltsame) Eigennamen, die meistens mit Sagen und Legenden verbunden sind.

Alpenschamanische Zeremonie zu Ehren des Herzsteines
in Begleitung von Servus TV im Oktober 2009:
 

M├Ąrchen zum Herzstein von Rainer Limp├Âck (2008):

Der Herzstein vom Wunderberg - Oder wie die Wunder vom Berg ins Tal kamen:

Vor hundert Jahren – so hei├čt es – musste das Wirtschaftsgeb├Ąude des durch Salz reich gewordenen Kloster Sankt Zeno (Bad Reichenhall) erweitert werden. Im nahegelegenen Kirchholz wurde f├╝r diesen Klosterhof (Bayerisch Gmain) also Kies abgebaut. Nach einiger Zeit stie├čen die Arbeiter auf Fels. Sie gruben rundherum weiter, bis sie einen gro├čen Felsen freigelegt hatten. Er war von imposanter Form, voller Schalen und besa├č eine seltsame Vertiefung. Das Bauen am Klosterhof war aber bald abgeschlossen und in der Kiesgrube lag nun ein wunder-sch├Âner Felsen. Bald kamen immer mehr Menschen, um ihn zu bestaunen und zu bewundern. Die Bewohner des Tales sp├╝rten, dass es ein besonderer Stein und ein besonderer Ort war. Sie begannen eines ihrer wichtigsten Feste – die Wintersonnenwende – dort zu feiern.
Doch der Stein barg noch ein gro├čes Geheimnis – das Geheimnis seiner Herkunft.
Die Zeit war noch nicht reif. Es begann eine Zeit der Wirren und des Kriegs. Der Stein versank in Vergessenheit.
Eines Tages aber, erinnerte sich ein junger Mann, dass er einst mit seiner Schulklasse einen besonderen Stein im Wald besucht hatte. Sogar ein Wegweiser f├╝hrte damals zu ihm.
Er suchte - und fand den Ort wieder. Zusammen mit seiner kleinen Familie kehrte er zur├╝ck. Die Kinder lachten und freuten sich ├╝ber den sch├Ânen Felsen. Seine Frau aber, sah die Kiesel und Steine in seiner Vertiefung. Sie sp├╝rte in ihrem Herzen, dass sie etwas tun sollte. Sie begann die Kiesel und Steine herauszunehmen. Pl├Âtzlich zeigte sich am Grunde der Vertiefung ein wunder-sch├Ânes Herz. Der Stein hatte ihnen sein Herz gezeigt.
Der Stein wurde zum Herzstein. Und in der Folgezeit sammelte die Herzschale die Tr├Ąnen des Himmels.
Bald kamen wieder die Menschen, die jetzt begonnen hatten, mit dem Herzen zu sehen. Und sie sp├╝rten, wie die Mutter, dass der Herzstein ihnen etwas schenken wollte. Voller Ehrfurcht aber auch Freude begannen sie wieder die Jahreskreisfeste dort zu feiern.

Da brach ein gro├čes Ungl├╝ck ├╝ber Bad Reichenhall (Eishalleneinsturz) herein. Betroffen und trauernd kamen die Menschen, um am Herzstein den Toten zu gedenken und sie in ihren Herzen ins Licht zu begleiten. Und es wurde ihnen Gnade und Liebe geschenkt.
Am Herzstein begann ein Alpenbarde zu musizieren – Naturzauberkonzerte entstanden dort.
Man erz├Ąhlte sich bald von Wundern. Den Herzstein nannten manche bald den Zauberstein oder Wunschstein. Es hei├čt, wenn man dem Stein etwas mitbringt, ihm ein Opfer darbringt, dann erf├╝llt er W├╝nsche und Bitten. Das Wasser des Herzsteins soll heilkr├Ąftig sein.


Und f├╝r die Menschen, die ihn von Herzen bitten, erz├Ąhlt er die Geschichte seiner Herkunft:
Vor langer langer Zeit beschloss der Geist des Wunderbergs – heute Untersberg genannt – seine Herzenskraft den Wesen des Tals zu schenken. So bat er seinen Freund den Gletscher, einen besonderen Stein ├╝ber seine Bergflanke hinunter ins Tal zu transportieren. Und wenn die Menschen einst wieder lernten mit dem Herzen zu sehen und zu sp├╝ren, dann w├╝rde er sich ihnen offenbaren.